Saturday, 28th May 2022
28 Mai 2022

Sprintstar will 20-faches Gehalt: Fußballklub schließt Bolt vom Training aus

Bolt als Fußballer – PR-Gag oder ernsthafter Karriereplan?


Kaum ist der Traum von einer Fußballkarriere für Usain Bolt in greifbare Nähe gerückt, muss der frühere Supersprinter zurückstecken. Mit seinem australischen Klub darf er vorerst nicht trainieren – obwohl der ihm eigentlich einen Vertrag angeboten hat.

Die erhoffte Profikarriere von Sprintlegende Usain Bolt beim australischen Fußballklub Central Coast Mariners droht am Geld zu scheitern. Der Verein aus der A-League teilte mit, es sei unwahrscheinlich, dass der jamaikanische Weltrekordler das Angebot des Klubs akzeptiert – sofern sich nicht noch ein Sponsor findet, der etwas obendrauf legt.

Medienberichten zufolge sollen die Mariners dem 32-Jährigen einen mit umgerechnet 80.000 Euro dotierten Vertrag geboten haben, während sich Bolt selbst mehr als das Zwanzigfache erhofft. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, sprach der Verein jedoch von "falschen Werten" in Medienberichten.

Seit dem Ende seiner Leichtathletik-Karriere 2017 bemüht sich der achtfache Sprint-Olympiasieger um eine Laufbahn als Fußballprofi. Manche sehen das als reinen PR-Gag, andere erkennen bei Bolt tatsächlich gute Anlagen – allen voran seine enorme Schnelligkeit. Vor eineinhalb Wochen erzielte er bei seinem Startelf-Debüt für die Mariners in einem Wohltätigkeitsspiel direkt zwei Tore. Gleichwohl brauche Bolt noch Praxis auf Wettkampfniveau, heißt es in der Vereinsmitteilung – und die könne er bei den Mariners in der höchsten australischen Spielklasse derzeit nicht bekommen.

Doch noch Hoffnung auf Europa?

Solange es keine Einigung gebe, werde Bolt deshalb nicht mehr mit dem Team trainieren. Weiter heißt es aber seitens des Klubs: "Die Central Coast Mariners wollen sicherstellen, dass Usain Bolt alle erdenklichen Chancen bekommt, um sich seinen Traum von einer Karriere als Fußballprofi zu erfüllen." Zuvor hatte Bolt unter anderem bei Borussia Dortmund probehalber mitgekickt. Während aus einer Karriere beim BVB nichts geworden ist, darf sich Bolt allerdings dennoch Hoffnungen machen, eines Tages in Europa zu kicken – sollte es in Australien tatsächlich nicht klappen.

Ghasston Slimen, der Geschäftsführer des maltesischen Meisters FC Valetta, hat dem US-TV-Sender ESPN zuletzt bestätigt, dass man hoffe, den achtmaligen Sprint-Olympiasieger noch vor dem Malteser Supercup am 13. Dezember gegen den FC Balzan verpflichten zu können. "Ein Champion ist immer willkommen, und bei Valletta FC glauben wir, dass nichts unmöglich ist", erklärte Slimen. Bolts Berater Tony Rallis, hatte sich zuvor schon geäußert: "Es gibt einen Klub in Europa, der Bolt einen Zweijahresvertrag angeboten hat."

Der FC Valletta, der 24 Mal den Titel auf der Mittelmeerinsel holte, war erst im September von einer Sponsoren-Gruppe aus Abu Dhabi übernommen worden. Die neuen Investoren setzen sich zum Ziel, den Klub in die Spitze des europäischen Fußballs zu führen.

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