Saturday, 28th May 2022
28 Mai 2022

Nur Zweiter in der Königklasse: FC Bayern steht in Athen unter Druck

Lewandowski und Co. müssen ihre gute Form vom Bundesliga-Wochenende bestätigen.


Vor dem CL-Duell gegen AEK Athen macht Niko Kovac seiner Elf Dampf: Egal wie, die Münchner brauchen in der Königsklasse einen Sieg. Allerdings begleitet die Debatte um die Wut-PK der Bayern-Bosse den deutschen Rekordmeister bis nach Griechenland.

Der erste Schritt ist getan, jetzt will der FC Bayern München auch in der Champions League wieder gewinnen. "Siege sind immer wichtig", sagte Trainer Niko Kovac vor dem Spiel (18.55 Uhr/Sky und im Liveticker bei n-tv.de) bei AEK Athen.

Nach dem 3:1 in der Bundesliga in Wolfsburg würde dem deutschen Fußball-Rekordmeister nach den turbulenten Tagen ein klarer Erfolg in der griechischen Hauptstadt helfen, um nach der viel diskutierten Pressekonferenz der Klub-Verantwortlichen für mehr Ruhe zu sorgen. "Es geht in erster Linie um Siege, in zweiter Linie um die Ausführung. Für die B-Note gibt es keine Punkte, für die A-Note gibt es Punkte", sagte Kovac.

Die Stars wissen, dass sie nach vier sieglosen Partien vor dem Wolfsburg-Spiel in der Pflicht stehen. "Wir haben einen guten ersten Schritt am Samstag gemacht, den wollen wir weiterführen", sagte Nationalverteidiger Niklas Süle. "Wir wollen das Spiel gleich von der ersten Minute an mit voller Überzeugung angehen. Ich denke, dass wir die bessere Mannschaft sind. Das muss man sehen, dafür muss man hart arbeiten."

Die Ausgangslage: In der Gruppe E belegt der FC Bayern nach zwei Spieltagen den zweiten Rang hinter Ajax Amsterdam. Die Niederländer spielen gegen Benfica Lissabon. "Im Moment sind wir durch das etwas schlechtere Torverhältnis Zweiter. Das müssen wir versuchen zu korrigieren", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Athen braucht ebenfalls einen Sieg, um nach drei Spieltagen noch eine kleine Chance aufs Weiterkommen zu haben. "Das ist eine Mannschaft, die nichts zu verlieren hat", warnte Kovac.

Das Personal: Franck Ribéry blieb wegen einer Wirbelblockade zu Hause. "Es ist bei jedem Spieler bitter, wenn er ausfällt. In unserer jetzigen Situation wäre es natürlich super, wenn wir alle an Bord haben", sagte Nationalspieler Joshua Kimmich. "Wir haben aber einen Serge Gnabry, der diese Position auch überragend ausfüllen kann." Über den Einsatz von Außenverteidiger David Alaba, den Kovac am Samstag "vorsichtshalber" auswechselte, will der Coach am Spieltag entscheiden.

Der Gegner: An Athen hat Rummenigge noch Erinnerungen. "Ich habe da selber noch gespielt mit Inter Mailand vor gefühlten 100 Jahren", sagte der Vorstandsvorsitzende. Griechische Stadien seien für eine hitzige Atmosphäre bekannt. "Wichtig ist, dass wir das Spiel konzentriert und motiviert angehen und nicht glauben, dass das ein Selbstläufer wird."

Die Bilanz: Erstmals treffen die beiden Mannschaften aufeinander, doch die Bayern-Bilanz gegen griechische Teams ist hervorragend. In neun Spielen gab es sieben Siege und zwei Unentschieden. "Ich freue mich auf ein heißes Spiel", sagte Süle.

Die Debatte: Uli Hoeneß schien auf dem Weg nach Athen mit sich im Reinen. "Mir geht's gut", sagte der Bayern-Präsident, offenbar noch beschwingt von der Trendwende in Wolfsburg. Dabei begleitete die Debatte über die Bosse-PK vom vergangenen Freitag die Münchner auch nach Griechenland. Rummenigge sah sich genötigt, den Auftritt des Führungstrios zu verteidigen – und rügte dabei Freund Hoeneß. "Ich glaube, der Uli weiß, dass er zumindest mit dem einen Wort nicht sehr glücklich gelegen ist", sagte er. Der Vorstandsvorsitzende spielte auf die Attacke von Hoeneß auf den früheren Münchner Juan Bernat an ("Scheißdreck" gespielt).

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